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/ 20.06.2013
Irene Becker / Richard Hauser

Soziale Gerechtigkeit - eine Standortbestimmung. Zieldimensionen und empirische Befunde

Berlin: edition sigma 2004 (Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung 55); 134 S.; 12,90 €; ISBN 3-89404-986-3
Unverkennbar hat - quer durch die Parteien - in der sozialpolitischen Debatte der letzten Jahre eine Abkehr von Umverteilungszielen stattgefunden; soziale Gerechtigkeit wird jetzt eher in der Dimension der Chancengleichheit als in der einer Gleichheit von Ergebnissen gesehen. Bisher verläuft die einschlägige Diskussion jedoch noch in unterschiedlichen Arenen: Im engeren Sinne gerechtigkeitstheoretische Überlegungen werden überwiegend im Kontext der Sozialphilosophie angestellt, die Analyse sozialer Lagen und Chancen ist Sache empirischer Forschung ökonomischer oder sozialwissenschaftlicher Ausrichtung. Becker/Hauser wollen mit ihrer Kurzstudie zur Annäherung der beiden Forschungsbereiche beitragen. Ausgehend von der - wenn auch sehr allgemeinen - Gerechtigkeitsvorstellung, wie sie sich insbesondere im Grundgesetz niedergeschlagen hat, werden aktuelle empirische Indikatoren vorgestellt und interpretiert, die in gewisser Weise „den Status quo sozialer Gerechtigkeit" (10) abbilden. Berücksichtigt werden die Bereiche Startchancengleichheit, Leistungs-, Bedarfs- und Generationengerechtigkeit.
Thomas Mirbach (MIR)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 2.3312.342 Empfohlene Zitierweise: Thomas Mirbach, Rezension zu: Irene Becker / Richard Hauser: Soziale Gerechtigkeit - eine Standortbestimmung. Berlin: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22750-soziale-gerechtigkeit---eine-standortbestimmung_25977, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 25977 Rezension drucken
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