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/ 21.06.2013
Lutz Wucherpfennig

Staatsverschuldung in Deutschland. Ökonomische und verfassungsrechtliche Problematik

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2007 (Fundamenta Juridica 55); 237 S.; brosch., 49,- €; ISBN 978-3-8329-2882-7
Rechtswiss. Diss. Hannover; Gutachter: P. Nahamowitz, G. Magoulas. – Der Autor widmet sich dem Thema Staatsverschuldung primär aus rechts- und wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive. Einleitend zeichnet er die Entwicklung der öffentlichen Verschuldung der Bundesrepublik seit 1950 nach. Anschließend werden ausführlich die wirtschaftstheoretischen Grundlagen erörtert und in einem weiteren Abschnitt die Staatsverschuldung als Rechtsproblem behandelt. Dabei geht es dem Autor insbesondere darum, die finanzverfassungsrechtlichen Möglichkeiten und Grenzen der Verschuldung im Grundgesetz sowie im Rahmen der Vorgaben der Europäischen Währungsunion zu untersuchen und die Rechtmäßigkeit der Finanzpolitik des Bundes für den Zeitraum 1995 bis 2004 zu bewerten. Er kommt zu dem Ergebnis, dass die Finanzpolitik verfassungswidrig war, da sie zeitweise „eindeutig prozyklisch“ ausgerichtet war und „damit nicht den Vorgaben des Art. 109 II GG“ (216) entsprach. Alle bisherigen Konsolidierungsversuche seien gescheitert, das gesamtwirtschaftliche Gleichgewicht massiv gestört. Wucherpfennig hält die Stärkung der Binnennachfrage für dringend erforderlich und plädiert für eine expansive Geld- und Fiskalpolitik.
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.3422.32 Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Lutz Wucherpfennig: Staatsverschuldung in Deutschland. Baden-Baden: 2007, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/28111-staatsverschuldung-in-deutschland_33050, veröffentlicht am 28.03.2008. Buch-Nr.: 33050 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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