/ 05.06.2013
Wolfram Hertel
Supranationalität als Verfassungsprinzip. Normativität und Legitimation als Elemente des Europäischen Verfassungsrechts
Berlin: Duncker & Humblot 1999 (Tübinger Schriften zum internationalen und europäischen Recht 47); 282 S.; 98,- DM; ISBN 3-428-09698-3Rechtswiss. Diss. Tübingen; Erstgutachter: W. Graf Vitzthum, Zweitgutachter: Th. Oppermann. - Gegenstand der Untersuchung bildet "die rechtliche Analyse des Versuchs, Europa durch einen Akt der Verfassungsschöpfung einen Verfassungsrahmen zu geben" (26), um die europäische Einigung weiterzuentwickeln. Zu diesem Zweck fragt Hertel zunächst, welche Verfassungskategorien dem Versuch, das Primärrecht zu ordnen, zugrundezulegen sind. Um sichtbar zu machen, auf welche der unterschiedlichen Erfahrungen bei einer Verfassunggebung zurückgegriffen werden kann, geht der Autor auf die historische Entwicklung und die unterschiedlichen Bedeutungsinhalte des Verfassungsbegriffs ein. Darüber hinaus untersucht er den gegenwärtigen Zustand des Primärrechts, entwickelt die Aufgabenfelder europäischer Verfassunggebung und analysiert schließlich Vorschläge zur Reform des europäischen Primärrechts sowie zur Idee der europäischen Verfassunggebung.
Inhaltsübersicht: A. Welcher Verfassungsbegriff für das europäische Primärrecht?; B. Europa als Verfassungsordnung; C. Stärkung europäischer Normativität und Legitimation; D. Neukodifikation oder Vertragsfortschreibung?
Sabine Steppat (Ste)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 3.2
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Wolfram Hertel: Supranationalität als Verfassungsprinzip. Berlin: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/8534-supranationalitaet-als-verfassungsprinzip_11254, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 11254
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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