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/ 04.06.2013
Wolfgang Kraushaar

1968. Das Jahr, das alles verändert hat

München/Zürich: Piper 1998; 343 S.; geb., 39,80 DM; ISBN 3-492-04058-6
In Form einer Tageschronik stellt der Autor das Jahr 1968 durch eine repräsentative Auswahl der wichtigsten Protestereignisse dar. Aufgenommen worden sind Ereignisse aus der Bundesrepublik, der DDR sowie aus dem internationalen Zusammenhang. Die Chronik stützt sich hauptsächlich auf die Berichterstattung der zeitgenössischen Tagespresse. Besonderer Wert wird dabei auf die Dokumentation verschiedener Aktionsformen der nationalen und internationalen Protestbewegungen gelegt. Der Band schließt mit einer den geschichtlichen Zusammenhang und Stellenwert der dargestellten Geschehnisse untersuchenden Analyse, "1968 - Ein revolutionäres Selbstmißverständnis und seine nicht ganz unproduktiven Folgen" (311-323). Hier werden Entstehung und Bedeutungswandel symbolhafter Kürzel wie "68" oder "die 68er" beschrieben. Abschließend bewertet der Autor das Jahr 1968 als Höhepunkt, gleichzeitig als Ende eines "Aufbruchs" und stellt die Frage nach der bleibenden Bedeutung der damaligen Protestbewegungen und ihrer Ziele.
Michael Hein (HN)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Arbeitsstelle für graphische Literatur, Universität Hamburg, freier Lektor, Übersetzer, Publizist.
Rubrizierung: 2.3132.331 Empfohlene Zitierweise: Michael Hein, Rezension zu: Wolfgang Kraushaar: 1968. München/Zürich: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6120-1968_8332, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 8332 Rezension drucken
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