/ 20.06.2013
Roland Verwiebe
Transnationale Mobilität innerhalb Europas. Eine Studie zu den sozialstrukturellen Effekten der Europäisierung
Berlin: edition sigma 2004; 228 S.; 17,90 €; ISBN 3-89404-518-3Der Soziologe Verwiebe untersucht die transnationale Mobilität innerhalb Europas. Anders als die Politik-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften hat sich die Soziologie mit der Entwicklung einer paneuropäischen Gesellschaft bislang nur wenig auseinander gesetzt, das gilt insbesondere für die Sozialstrukturforschung. Auf der Grundlage eines eigenen theoretischen Europäisierungsansatzes analysiert Verwiebe die Lebens- und Berufsverläufe von zufällig in der Adressdatei des Berliner Landeseinwohneramtes ermittelten Briten, Franzosen, Italienern, Dänen und Polen, die nach Deutschland eingewandert sind und Anfang 2002 in Berlin lebten. Die in Form einer „postalischen Befragung“ erfolgte Datenerhebung ist als Vergleich mit einer Gruppe von immobilen Deutschen angelegt. Der Autor untersucht Ursachen, Verlauf und Ergebnisse transnationaler Mobilität innerhalb Europas und diskutiert Rückkopplungseffekte für nationale Ungleichheiten. Die europapolitische Relevanz liegt im Ergebnis, dass innereuropäische Mobilitätsprozesse vom institutionellen Reformprozess der Europäischen Union eindeutig profitieren.
Peter A. Zervakis (PZ)
Dr., Projektleiter Bologna-Prozess, Hochschulrektorenkonferenz, Bonn.
Rubrizierung: 3.1 | 3.5 | 2.262
Empfohlene Zitierweise: Peter A. Zervakis, Rezension zu: Roland Verwiebe: Transnationale Mobilität innerhalb Europas. Berlin: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22739-transnationale-mobilitaet-innerhalb-europas_25957, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 25957
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Dr., Projektleiter Bologna-Prozess, Hochschulrektorenkonferenz, Bonn.
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