/ 04.06.2013
Mathis Wackernagel / William Rees
Unser ökologischer Fußabdruck. Wie der Mensch Einfluß auf die Umwelt nimmt. Aus dem Amerikanischen von Mathis Wackernagel
Basel/Boston/Berlin: Birkhäuser Verlag 1997; 194 S.; brosch., 34,- DM; ISBN 3-7643-5660-XDas umweltpolitische Konzept der Nachhaltigkeit hat den Nachteil, daß es sich nur schwer in handhabbare Nutzungsregeln übersetzen läßt. Mit dem "ökologischen Fußabdruck" entwickeln die beiden Autoren eine Berechnungsmethode, die dazu dienen soll, den menschlichen Naturverbrauch zu bilanzieren. Zur Ermittlung des ökologischen Fußabdrucks werden die Energie- und Materialflüsse in einer Wirtschaftseinheit geschätzt und in die Wasser- und Landflächen umgerechnet, die nötig sind, diese Flüsse aufrechtzuerhalten. Nach der Darlegung der Berechnungsmethode wird die Anwendbarkeit des Konzepts anhand eines Vergleichs zwischen der deutschen, österreichischen und Schweizer Umweltsituation demonstriert. In jedem dieser Länder liegt der Naturverbrauch um mehr als ein Dreifaches über dem, was statistisch betrachtet dem einzelnen Durchschnittsbewohner zusteht. Um den ökologischen Fußabdruck zu verringern, propagieren die Autoren drei einander ergänzende Handlungsansätze: Erhöhung der ökologischen Produktivität der Natur, optimale Nutzung der natürlichen Ressourcen und Verringerung des Individualkonsums.
Frank Decker (FD)
Prof. Dr., Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie, Universität Bonn.
Rubrizierung: 2.261
Empfohlene Zitierweise: Frank Decker, Rezension zu: Mathis Wackernagel / William Rees: Unser ökologischer Fußabdruck. Basel/Boston/Berlin: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/5781-unser-oekologischer-fussabdruck_7513, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 7513
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Prof. Dr., Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie, Universität Bonn.
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