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/ 11.06.2013
Dimitris Th. Tsatsos

Verfassung - Parteien - Europa. Abhandlungen aus den Jahren 1962 bis 1998. Mit einem Begleitwort von Konrad Hesse und einer Würdigung durch Peter Häberle. Hrsg. von Martin Morlok, Hans-Rüdiger Schmidt, Dimitris Stefanou

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 1999; XVIII, 695 S.; geb., 118,- DM; ISBN 3-7890-5847-5
Mit diesem Band soll die bisherige wissenschaftliche Tätigkeit Tsatsos, der sowohl in Griechenland als auch in Deutschland Verfassungs- und Parteienrecht erforscht, nachgezeichnet werden. Der stets um Interdisziplinarität bemühte Staatsrechtler betätigte sich nach 1974 zunächst einige Zeit in Griechenland politisch, seit 1994 ist er Abgeordneter im Europäischen Parlament und dort Mitglied des Institutionellen Ausschusses. Eine Biographie und ein Schriftenverzeichnis schließen den Band ab. Aus dem Inhalt: I. Verfassungs- und Verwaltungsrecht: Von der Würde des Staates zur Glaubwürdigkeit der Politik. Zu einem verfassungsrelevanten Legitimationsverständnis (1987); Der "Regierende" zwischen Nomos und Ethik in der Lehre des Aristoteles (1969); Strafe, Verfassung und Zeit (1989); Die verfassungsrechtliche Problematik der Inkompatibilität von Richteramt und Mandat. Zur Auslegung des Art. 137 Abs. 1 GG und § 4 Abs. 1 DriG (1964); Die Unzulässigkeit der Kumulation von Bundestags- und Bundesratsmandat. Die Rechtsproblematik einer lex imperfecta des Bonner Grundgesetzes (1965); Inkompatibilität zwischen dem Bundespräsidentenamt und dem parlamentarischen Mandat. Eine Glosse zur ratio und zu den Rechtsfolgen des Art. 55 Abs. 1 GG (1965); Unvereinbarkeiten zwischen Bundestagsmandat und anderen Funktionen (1989); Die Koalitionsfreiheit des Arbeitnehmers in Griechenland (1980); Der Einfluß des deutschen Rechtes auf das griechische Staatshaftungssystem im Bereich rechtswidriger hoheitlicher Amtshandlungen (1961). II. Parteienrecht: Die politischen Parteien in der Grundgesetzordnung (1997); Aspekte einer Parteienrechtslehre (1995); Krisendiskussion, politische Alternativlosigkeit, Parteienstaatsübermaß – Drei Gegenwartsaspekte zur Funktion der politischen Parteien nach Art. 21 Abs. 1 GG – (1994); Mandatsverlust bei Verlust der Parteimitgliedschaft. Zur Dialektik vom freien Mandat und Parteienstaatlichkeit (1971); Ein Recht auf innerparteiliche Opposition? Ein Beitrag zur Auslegung der Art. 20 Abs. 2 und 21 GG (1983); Parteienfinanzierung und Verfassung (1992); Die Finanzierung politischer Parteien – Die Urteile des deutschen Bundesverfassungsgerichts vom 19. Juli 1966 zur Frage der Zulässigkeit staatlicher Parteienfinanzierung (1966); Zur Demokratisierung des Parteienstaates. Gedanken zum Urteil BVerfG, BVerfGE 85, 264 ff. (1993); Zu einer gemeinsamen Parteienrechtskultur? – Nachwort zum Hagener parteienrechtsvergleichenden Symposium (1988); Parteienrecht im europäischen Wandel (1992). III. Zur europäischen Integration: Bemerkungen zur Gegenwartsfunktion der Verfassung (1995); Die europäische Unionsgrundordnung; Integrationsförderung und Identitätswahrung – Grundsatzfragen und fünf Anregungen zum Umdenken anläßlich der Regierungskonferenz 1996 – (1995); "Europäische politische Parteien?" Erste Überlegungen zur Auslegung des Parteienartikels des Maastrichter Vertrages – Art. 138a EGV (1994); Die konstitutionelle Stellung der Europäischen Politischen Parteien (1997); Keine Europäische Integration ohne Europäische Politische Parteien (1998).
Julia von Blumenthal (JB)
Prof. Dr., Institut für Sozialwissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin.
Rubrizierung: 2.212.323.22.331 Empfohlene Zitierweise: Julia von Blumenthal, Rezension zu: Dimitris Th. Tsatsos: Verfassung - Parteien - Europa. Baden-Baden: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/9803-verfassung---parteien---europa_11561, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 11561 Rezension drucken
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