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/ 04.06.2013
Andreas Eberhardt

Verschwiegene Jahre. Biographische Erzählungen von Gefangenschaft und dem Leben danach

Berlin: Berlin Verlag Arno Spitz GmbH 1998; 374 S.; kart., 74,- DM; ISBN 3-87061-714-4
Nach der "Wende" 1989 erschien eine Reihe von Büchern und anderen Publikationen, in denen Betroffene ihre Erfahrungen aus Zeiten der Inhaftierung in Lagern der sowjetischen Besatzungsmacht oder Gefängnissen der DDR schilderten. Der Autor fragt, ob solche Texte eine Möglichkeit darstellen, "gleichermaßen einen individuellen Verarbeitungsprozeß zu durchlaufen und einen spezifischen gesellschaftlichen Diskurs zu initiieren oder zu beeinflussen" (15). Eberhardt führte auf der Suche nach einer Antwort ausführliche Gespräche mit Betroffenen verschiedener Haftepochen und unterschiedlicher Haftformen. "Nicht die Klärung historischer Fakten, die detaillierte Beschreibung der Innenwelt von Lagern und Gefängnissen oder deren diachroner Vergleich standen im Vordergrund. Die Interpretation der Erzählungen soll einen Zugang ermöglichen, der ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit die Bedingungen individueller Bewältigungsversuche zeigt." (16)
Detlef Lemke (Le)
Dipl.-Politologe.
Rubrizierung: 2.313 Empfohlene Zitierweise: Detlef Lemke, Rezension zu: Andreas Eberhardt: Verschwiegene Jahre. Berlin: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/5853-verschwiegene-jahre_7608, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 7608 Rezension drucken
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