/ 20.06.2013
Katrin Langner
Verstärkte Zusammenarbeit in der Europäischen Union. Stärkung der Integration oder hin zu einem Europa von mehreren Geschwindigkeiten?
Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2004 (Europäische Hochschulschriften: Reihe II, Rechtswissenschaft 4012); 205 S.; brosch., 39,- €; ISBN 3-631-52581-8Rechtswiss. Diss. Hagen. - Langner verfolgt die Methode der verstärkten Zusammenarbeit von ihren Ursprüngen bis zu ihrer rechtlichen Integration im Europäischen Verfassungsvertrag. Dabei konzentriert sie sich auf den Diskussionsverlauf während der Regierungskonferenz zum Vertrag von Nizza. Zu Recht bemerkt die Autorin, dass die immer wiederkehrende Debatte über die verstärkte Zusammenarbeit aus der Überlegung resultiert, dass ein Stillstand vermieden und weitere Integrationsschritte einzelner Staaten ermöglicht werden sollten. Sie erläutert die verschiedenen Begrifflichkeiten und analysiert kritisch die Aufnahme dieser Methode in den Vertrag von Amsterdam. Er habe zwar die Flexibilität zu einem Kernbestandteil des Vertrages gemacht, sie jedoch an strenge Bedingungen geknüpft. Schließlich werden die Verhandlungen über die verstärkte Zusammenarbeit im Verlauf der Regierungskonferenz zum Nizza-Vertrag und die Aufnahme dieses Instruments in den Vertrag behandelt. Die Arbeit schließt mit einem Ausblick über den Vertrag von Nizza hinaus und einer Analyse der Regelungen zur verstärkten Zusammenarbeit im Entwurf für eine Europäische Verfassung. Die Autorin stellt ernüchtert fest, dass er gegenüber dem Vertrag von Nizza keine substanziellen Änderungen enthält.
Peter A. Zervakis (PZ)
Dr., Projektleiter Bologna-Prozess, Hochschulrektorenkonferenz, Bonn.
Rubrizierung: 3.1
Empfohlene Zitierweise: Peter A. Zervakis, Rezension zu: Katrin Langner: Verstärkte Zusammenarbeit in der Europäischen Union. Frankfurt a. M. u. a.: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22870-verstaerkte-zusammenarbeit-in-der-europaeischen-union_26116, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 26116
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Dr., Projektleiter Bologna-Prozess, Hochschulrektorenkonferenz, Bonn.
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