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/ 05.06.2013
Thomas Läufer (Hrsg.)

Vertrag von Amsterdam. Texte des EU-Vertrages und des EG-Vertrages

Bonn: Europa Union Verlag 1998; 351 S.; 34,80 DM; ISBN 3-7713-0559-4
Der Herausgeber des Vertragswerks hat sich redliche Mühe gegeben, einen Pfad durch den Paragraphendschungel zu bahnen; daß es dieser Mühe bedurfte, legt beredt davon Zeugnis ab, wie sehr es noch an der immer wieder beschworenen "Bürgernähe" im europäischen Einigungsprozeß mangelt. Fortschritte, die dem so komplexen Vertragswerk gegenüber der Einheitlichen Europäischen Akte von 1986 und dem Vertrag von Maastricht von 1992 gebracht hat, sieht der Herausgeber in vier Bereichen: die "Stärkung der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP)", die "Verbesserung der Zusammenarbeit in den Bereichen Justiz und Inneres", eine "Steigerung der Effizienz und Handlungsfähigkeit" der EU sowie eine "Stärkung der demokratischen Grundlagen" und eben jener "Bürgernähe" (9), die zumindest die Form des Vertrages nicht aufweist. Da der Vertrag von Amsterdam sowohl den EU- als auch den EG-Vertrag ändert und ergänzt, hat ihn der Herausgeber in zwei Kapiteln jeweils mit den alten Verträgen konfrontiert. Ein drittes Kapitel führt die Protokolle und Erklärungen zum Vertrag an und ein Sachregister hilft dem Leser, seinem Pfadfinder zu folgen, so er selbst die Mächte des Dschungels nicht zu bändigen vermag.
Barbara Zehnpfennnig (BZ)
Prof. Dr., Professur für Politische Theorie und Ideengeschichte, Universität Passau.
Rubrizierung: 3.1 Empfohlene Zitierweise: Barbara Zehnpfennnig, Rezension zu: Thomas Läufer (Hrsg.): Vertrag von Amsterdam. Bonn: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/8041-vertrag-von-amsterdam_10636, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 10636 Rezension drucken
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