/ 04.06.2013
Wolfgang Franz
Wettbewerbsfähige Beschäftigung schaffen statt Arbeitslosigkeit umverteilen
Gütersloh: Verlag Bertelsmann Stiftung 1997; 39 S.; brosch., 15,- DM; ISBN 3-89204-308-6Schafft Arbeitszeitverkürzung mehr Beschäftigung? Franz, u. a. Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, beantwortet diese Frage mit einem "Nein". Statt dessen schlägt er – ausgehend von einem noch steigerungsfähigen Arbeitsvolumen - eine "Offensivstrategie" für mehr Beschäftigung vor, von der positive Effekte auf die Beschäftigungssituation zu erwarten sind. Der Autor betont die Notwendigkeit von angebotsseitigen Maßnahmen, die den Beitrag aller Wirtschaftsgruppen erfordern: Für die Unternehmen bedeutet es, die Investitionskräfte zu stärken, innovative Produktionen zu fördern, neue Märkte zu erschließen und eine ausreichende Anzahl qualifizierter Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen. Die Investitionstätigkeit sollte durch eine Unternehmenssteuerreform begünstigt werden. Der Faktor Arbeit ist von Abgaben zu entlasten. Für die Lohnpolitik heißt es, den "vernünftigen Kurs" für drei bis vier Jahre beizubehalten, "den sie mit den Neuabschlüssen des Jahres 1996 eingeleitet hat" (34). Darüber hinaus schlägt Franz eine "Flexibilisierung des Flächentarifvertrages" (9) sowie die Ausrichtung der aktiven Arbeitsmarktpolitik auf die Förderung von Problemgruppen des Arbeitsmarktes wie Langzeitarbeitslose vor.
Sabine Steppat (Ste)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.342
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Wolfgang Franz: Wettbewerbsfähige Beschäftigung schaffen statt Arbeitslosigkeit umverteilen Gütersloh: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6065-wettbewerbsfaehige-beschaeftigung-schaffen-statt-arbeitslosigkeit-umverteilen_8248, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 8248
Rezension drucken
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
CC-BY-NC-SA