/ 05.06.2013
Daniel Cohn-Bendit
Wir haben sie so geliebt, die Revolution
Bodenheim: Philo Verlagsgesellschaft 1998; 265 S.; 38,- DM; ISBN 3-8257-0081-XDer Autor will sowohl die Entwicklung, die zu "1968" führte als auch die Zeit danach aufarbeiten. Zu diesem Zweck spricht er mit von ihm ausgewählten Personen. Diese "verkörpern einzigartige und exemplarische politische, soziale und kulturelle Möglichkeiten innerhalb der Vielfalt von Erfahrungen, die [die 68er] gelebt haben" (10); unter seinen Gesprächspartnern ist auch Joschka Fischer (September 1985). Gelegentlich werden kurze Rückblicke auf Ereignisse vor und nach 1968 gegeben - etwa auf den Tod Che Guevaras, Benno Ohnesorgs und die Entführung Aldo Moros. Cohn-Bendit selber stellt sich dabei als jemand dar, der die politische Revolution niemals wollte, sondern "permanente Reform" (259).
Die französische Erstausgabe dieses Buches stammt aus dem Jahr 1986, für die deutsche Erstausgabe von 1987 (erschienen im Athenäum Verlag in Frankfurt a. M.) führte der Autor zusätzlich Gespräche mit Adam Michnik und Christian Semler; die jetzt vorliegende erweiterte Neuausgabe enthält ein Gespräch mit Niels Kadritzke.
Petra Beckmann-Schulz (Bm)
Dr., Politikwissenschaftlerin.
Rubrizierung: 2.22 | 2.331 | 2.23 | 2.27
Empfohlene Zitierweise: Petra Beckmann-Schulz, Rezension zu: Daniel Cohn-Bendit: Wir haben sie so geliebt, die Revolution Bodenheim: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/7166-wir-haben-sie-so-geliebt-die-revolution_9583, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 9583
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Dr., Politikwissenschaftlerin.
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