Skip to main content
/ 03.06.2013
Gretchen Dutschke

Wir hatten ein barbarisches, schönes Leben. Rudi Dutschke. Eine Biographie

Köln: Kiepenheuer & Witsch 1996; 512 S.; 4. Aufl.; geb., 48,- DM; ISBN 3-462-02573-2
Die Autorin, Witwe Rudi Dutschkes, der Symbolfigur der antiautoritären Studentenbewegung von 1968, der 1979 an den Spätfolgen seiner durch ein Attentat erlittenen Verletzungen gestorben ist, beschreibt weniger den öffentlich agierenden Revolutionär - von ihr zum Alleinhelden der APO hochstilisiert - als vielmehr den Privatmenschen. So ist denn auch mehr als die Hälfte ihres Buches der Zeit nach dem Attentat vom 11. April 1968 gewidmet, in der er ungeachtet seines fortgesetzten, wenn auch erzwungenermaßen begrenzten politischen Engagements längst nicht mehr im Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit stand. Interesse dürfte das Buch vor allem durch die exklusive Auswertung des Nachlasses Rudi Dutschkes - politische Texte und Dokumente sowie Tagebuchnotizen und persönliche Briefe - wecken, auch wenn deren zumeist unkommentiert bleibende Zitation zuweilen etwas langatmig ausfällt.
Julia Schmidt-Häuer (JSH)
Dr., Referentin im wissenschaftlichen Dienst der SPD-Bürgerschaftsfraktion in Bremen.
Rubrizierung: 2.32.313 Empfohlene Zitierweise: Julia Schmidt-Häuer, Rezension zu: Gretchen Dutschke: Wir hatten ein barbarisches, schönes Leben. Köln: 1996, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/2167-wir-hatten-ein-barbarisches-schoenes-leben_2633, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 2633 Rezension drucken
CC-BY-NC-SA