/ 04.06.2013
Gerhard Lohmann
Wirtschaftliche Transformation als Ordnungsproblem
Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 1997; 330 S.; brosch., 78,- DM; ISBN 3-7890-4847-XDiss. Fribourg; Erstgutachter: G. Kirsch. - Lohmann analysiert den Prozeß wirtschaftlicher Transformation als Umgestaltung von Gesellschaftssystemen und ordnungstheoretisches Problem. Das Transformationsziel, die dezentrale Ordnung einer Marktwirtschaft, grenzt dabei den Untersuchungsrahmen ein. Zentrale Eckpunkte bilden Umsetzungsmöglichkeiten sowie Hindernisse und Grenzen von Transformation. Abläufe von Transformationen konstituieren sich für den Autor in einer Kosten-Nutzen-Balance der Rationalitäten individueller und kollektiver Akteure. Dabei lassen sich wirtschaftliche Transformationskosten - vor allem als Verteilungsproblem - nicht überspringen, sondern phasenweise überbrücken (225). Lohmann sieht zwischen dem gouvernementalen Ausgangspunkt und wirtschaftlicher Entwicklung keinen signifikanten Zusammenhang. "Entscheidend scheint zu sein, daß ein politisches System 'Wandel' und 'Kontinuität' zur Deckung bringen kann, d. h., daß der notwendige Wandel die Stabilität des Systems nicht untergräbt (und eine kontinuierliche Veränderung zuläßt), bzw. daß die Stabilität des Systems den notwendigen Wandel nicht verhindert und sich somit nicht selbst destabilisiert." (95)
Thomas Morick (TM)
Dipl.-Politologe.
Rubrizierung: 2.22 | 2.262
Empfohlene Zitierweise: Thomas Morick, Rezension zu: Gerhard Lohmann: Wirtschaftliche Transformation als Ordnungsproblem Baden-Baden: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/5529-wirtschaftliche-transformation-als-ordnungsproblem_7216, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 7216
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Dipl.-Politologe.
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