/ 21.06.2013
Christoph Maria Merki
Wirtschaftswunder Liechtenstein. Die rasche Modernisierung einer kleinen Volkswirtschaft im 20. Jahrhundert
Zürich: Chronos Verlag 2007; 342 S.; geb., 29,90 €; ISBN 978-3-0340-0883-9Liechtenstein ist in den vergangenen Monaten in das Blickfeld der deutschen Öffentlichkeit geraten. Im Mittelpunkt stehen die Besonderheiten des dortigen Bankensystems, auf das sich bekanntlich der Reichtum des Fürstentums stützt. Der Autor, Professor für Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte, lehrte und forschte selbst in Liechtenstein. Umfassend analysiert er die wirtschaftliche Erfolgsgeschichte des Landes und vermag es so, auch die in der öffentlichen Diskussion meist unterbelichteten Wirtschaftsbereiche abseits des Bankensektors einfließen zu lassen. Entsprechend ist das Buch – nach einer Einleitung und einem Überblick über die wirtschaftliche Entwicklung „vom Bauern zum Banker“ – analog zu den drei Wirtschaftssektoren gegliedert. Diese Unterteilung wird noch ergänzt um eine gesonderte Behandlung des öffentlichen Sektors. Insgesamt entsteht ein umfassendes Panorama der Wirtschaft in einer meist nur einseitig wahrgenommenen Volkswirtschaft. Deutlich wird, dass die Entwicklung zum Kapitalplatz flankiert wurde durch Modernisierungsmaßnahmen in allen Sektoren und der öffentliche Sektor hierbei eine nicht zu unterschätzende Rolle spielte.
Carsten Michael Nickel (CMN)
B. A., Politikwissenschaftler, wiss. Hilfskraft, Lehrstuhl für Internationale Politik, Ruhr-Universität Bochum.
Rubrizierung: 2.61 | 2.2 | 2.21 | 2.22 | 2.262
Empfohlene Zitierweise: Carsten Michael Nickel, Rezension zu: Christoph Maria Merki: Wirtschaftswunder Liechtenstein. Zürich: 2007, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/28671-wirtschaftswunder-liechtenstein_33806, veröffentlicht am 24.06.2008.
Buch-Nr.: 33806
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B. A., Politikwissenschaftler, wiss. Hilfskraft, Lehrstuhl für Internationale Politik, Ruhr-Universität Bochum.
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