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/ 20.06.2013
Peter Hammerschmidt

Wohlfahrtsverbände in der Nachkriegszeit. Reorganisation und Finanzierung der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege 1945-1961

Weinheim/München: Juventa Verlag 2005; 496 S.; brosch., 48,- €; ISBN 3-7799-1680-0
Gegenstand der vorliegenden Monografie ist die Reorganisation und Entwicklung der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege im Nachkriegsdeutschland. Sie stellt das Zustandekommen und die Funktionsweise des etablierten Verhältnisses zwischen öffentlicher und freier Wohlfahrtspflege dar, das 1961 in der Aufnahme einer weitgehenden Fassung des Subsidiaritätsprinzips im Jugend- und Sozialhilferecht mündete. Gefragt und untersucht wird, wie die spitzenverbandliche Reorganisation der freien Wohlfahrtspflege erfolgte und wie die Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege untereinander und mit dem politisch-administrativen System der Bundesrepublik interagierten, bis das gegenwärtige deutsche Modell der Wohlfahrtspflege sich herauskristallisiert hatte. Dieses ist bei öffentlicher Finanzierung sozialer Dienstleistungen durch weitgehende Delegation an private gemeinnützige Träger charakterisiert, die innerhalb zentralisierter, kartellartig organisierter Spitzenverbände agieren. Der durch das Buch gewährte Einblick in das Innenleben der Verbände und ihre Interaktionen führt zu einer Fülle neuer Erkenntnisse über die Funktionsweise der Wohlfahrtsverbände, aber auch des politisch-administrativen Systems in Deutschland.
Kaspar Nürnberg (KN)
M. A., Historiker, Geschäftsführer des Vereins Aktives Museum, Berlin.
Rubrizierung: 2.3132.3312.342 Empfohlene Zitierweise: Kaspar Nürnberg, Rezension zu: Peter Hammerschmidt: Wohlfahrtsverbände in der Nachkriegszeit. Weinheim/München: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/23858-wohlfahrtsverbaende-in-der-nachkriegszeit_27425, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 27425 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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