Skip to main content
/ 18.06.2013
Ulrich Böttger

Ziele und Mittel europäischer Integration. Systematisierungsversuch aus Sicht juristischer Zeitgeschichte

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2002 (Europäische Hochschulschriften: Reihe II, Rechtswissenschaft 3500); 451 S.; 65,40 €; ISBN 3-631-50132-3
Rechtswiss. Diss. Jena; Gutachter: W. Pauly, M. Brenner. - Der europäische Integrationsprozess sei seit seinen Anfängen mit dezidierten Zielen verbunden gewesen, auf die sich die beteiligten Regierungen dann einigen konnten, wenn ihre Interessen übereinstimmten. Zu diesem Zwischenergebnis kommt Böttger, bevor er in einem zweiten Schritt fragt, in welchem Verhältnis diese Ziele zu den Mitteln stehen, die zu ihrer Erreichung angewendet werden. In Anlehnung an die Integrationslehre von Rudolf Smend werden institutionelle, verfahrensseitige und indivdualbezogene Mittel unterschieden. Vornehmlich anhand der Vertragstexte von den 50er-Jahren bis zum Maastrichter Vertrag werden diese Dimensionen und ihr Verhältnis zueinander ausführlich beleuchtet. Ob die avisierten Mittel zur Verwirklichung der Ziele beitragen können, hänge wiederum von der Bereitschaft der mitgliedstaatlichen Regierungen ab, angesichts der Heterogenität der Interessen nicht in den Zustand der Entscheidungsunfähigkeit zu verfallen, sondern „stärker zur Verfolgung von Gemeinschaftsinteressen" (419) überzugehen.
Wilhelm Knelangen (WK)
Dr., wiss. Ass., Institut für Sozialwissenschaften (Bereich Politikwissenschaft), Universität Kiel.
Rubrizierung: 3.1 Empfohlene Zitierweise: Wilhelm Knelangen, Rezension zu: Ulrich Böttger: Ziele und Mittel europäischer Integration. Frankfurt a. M. u. a.: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/18500-ziele-und-mittel-europaeischer-integration_21438, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 21438 Rezension drucken
CC-BY-NC-SA