/ 03.06.2013
Klaus Armingeon / Tim Guldimann
Zugang zu den Forschungsprogrammen der Europäischen Union
Bern: Stämpfli + Cie AG 1997 (Swiss Papers on European Integration 10/97); 52 S.; 32,- DM; ISBN 3-7272-1709-XAbschlußbericht eines schweizerischen Forschungsprojektes, das die Bedingungen untersuchte, unter denen die EU Fördermittel an Universitäten vergibt. Aufgrund einer Befragung von 48 Universitäten in sechs Ländern wurden drei Ergebnisse festgestellt:
- Internationale Forschungskontakte sind als Voraussetzung für den erstmaligen erfolgreichen Antrag günstig. Der Aufwand für die Folgeanträge ist bedeutend geringer als der des erstmaligen Antrags.
- Die wichtigste Bewilligungskategorie ist die Qualifikation und Persönlichkeit des antragstellenden Wissenschaftlers, nicht die Güte der Hochschule.
- Nationale Beihilfe kann nicht in dem Maße gekürzt werden wie EU-Zuwendungen erfolgen. EU-geförderte Forschung ist eher als Surplus an Forschungsleistung anzusehen als als Substitut nationaler Aufgaben und Finanzen.
Die Studie bietet eine empirisch belegte Einschätzung zu Stellenwert und Umfang der EU-Forschungspolitik. Bisher lediglich als Hypothesen zu bezeichnende Vermutungen werden untersucht und überprüft. Der Fragebogen im Anhang dient als wertvolle Instruktion für die methodische Gestaltung künftiger ähnlich gelagerter empirischer Studien.
Patricia Bauer (PB)
Dr., Politikwissenschaftlerin.
Rubrizierung: 3.5
Empfohlene Zitierweise: Patricia Bauer, Rezension zu: Klaus Armingeon / Tim Guldimann: Zugang zu den Forschungsprogrammen der Europäischen Union Bern: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/3275-zugang-zu-den-forschungsprogrammen-der-europaeischen-union_4291, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 4291
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Dr., Politikwissenschaftlerin.
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