/ 20.06.2013
Serge Bilé
Das schwarze Blut meiner Brüder. Vergessene Opfer des Nationalsozialismus. Aus dem Französischen von Eliane Hagedorn und Bettina Runge
München: Claassen 2006; 159 S.; geb., 18,- €; ISBN 978-3-546-00396-4Als die Nationalsozialisten 1933 die Macht in Deutschland übernahmen, war die Schwarzenfeindlichkeit in der deutschen Gesellschaft bereits fest verankert. Der traumatischen Niederlage im Ersten Weltkrieg, herbeigeführt durch Armeen, die zu einem gewichtigen Teil aus ursprünglich aus Afrika stammenden Soldaten bestanden, folgte die „schwarze Schmach“, die Besetzung des Rheinlandes durch ebendiese kolonialen Truppen. Wichtige rassenpolitische Grundlagen für die Haltung diesen Menschen gegenüber waren bereits in der Kolonialzeit gelegt worden. Der Autor lässt die nachfolgende Geschichte von Ausgrenzung, Entrechtung und Ermordung schwarzafrikanischer Zivilisten, Soldaten und Widerstandskämpfer im Nationalsozialismus Revue passieren und stützt sich dabei neben wissenschaftlicher Literatur im Wesentlichen auf Zeugnisse schwarzafrikanischer Kriegsteilnehmer und Gespräche mit Nachkommen dieser Zeitzeugen.
Kaspar Nürnberg (KN)
M. A., Historiker, Geschäftsführer des Vereins Aktives Museum, Berlin.
Rubrizierung: 2.312
Empfohlene Zitierweise: Kaspar Nürnberg, Rezension zu: Serge Bilé: Das schwarze Blut meiner Brüder. München: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25909-das-schwarze-blut-meiner-brueder_30122, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 30122
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M. A., Historiker, Geschäftsführer des Vereins Aktives Museum, Berlin.
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