/ 20.06.2013
Johannes Tuchel (Hrsg.)
Der vergessene Widerstand. Zu Realgeschichte und Wahrnehmung des Kampfes gegen die NS-Diktatur
Göttingen: Wallstein Verlag 2005 (Dachauer Symposien zur Zeitgeschichte 5); 279 S.; brosch., 20,- €; ISBN 3-89244-943-0Im Jahre 2004 richtete sich das öffentliche und mediale Interesse vorrangig auf den 60. Jahrestag des 20. Juli 1944. In dem Sammelband werden weniger bekannte Formen des Widerstands gegen den Nationalsozialismus analysiert. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen wichtige, bislang nur wenig untersuchte Gruppen, die dem Nationalsozialismus Widerstand leisteten, darunter die von Robert Havemann maßgeblich beeinflusste „Europäische Union“ und die „Gemeinschaft für Frieden und Aufbau“. Auch dem Widerstand von Anarchisten und Anarcho-Syndikalisten ist ein Aufsatz gewidmet. Im zweiten Teil des Buches stehen Fragen zur Historiografie und Rezeption des Widerstandes im Vordergrund. So werden der juristische Umgang mit dem 20. Juli 1944 in der Bundesrepublik oder die politische Instrumentalisierung der „Roten Kapelle“ durch das Ministerium für Staatssicherheit der DDR in den 60er-Jahren untersucht.
Kaspar Nürnberg (KN)
M. A., Historiker, Geschäftsführer des Vereins Aktives Museum, Berlin.
Rubrizierung: 2.35 | 2.312 | 2.314
Empfohlene Zitierweise: Kaspar Nürnberg, Rezension zu: Johannes Tuchel (Hrsg.): Der vergessene Widerstand. Göttingen: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24405-der-vergessene-widerstand_28147, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 28147
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M. A., Historiker, Geschäftsführer des Vereins Aktives Museum, Berlin.
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