/ 18.06.2013
Hans Wilhelm Vahlefeld
Deutschlands totalitäre Tradition. Nationalsozialismus und SED-Sozialismus als politische Religionen
Stuttgart: Klett-Cotta 2002; 285 S.; geb., 20,- €; ISBN 3-608-94031-6Politischer Fanatismus kann angesichts zweier totalitärer Diktaturen im letzten Jahrhundert durchaus auch als deutsches Phänomen gesehen werden. Ursache dieser fatalen Neigung sei, so der Autor, die zunehmende Säkularisierung, bei der die Politik und die politischen Utopien den vorher von der Religion besetzten Platz einnahmen. Diese These will der Autor durch eine kenntnis- und zitatenreiche Reise durch die deutsche Geistesgeschichte von Hegel bis heute belegen, verbunden mit politischen und gesellschaftlichen Beobachtungen. Als zentrale Abschnitte werden neben dem Nationalsozialismus insbesondere die DDR und die 68er-Studentenbewegung thematisiert. Die Arbeit des Journalisten ist gut lesbar und leicht verständlich, es stellt sich bei der Lektüre jedoch immer wieder die Frage nach dem roten Faden und insbesondere nach der Intention des Verfassers.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.35 | 2.312 | 2.313 | 2.314
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Hans Wilhelm Vahlefeld: Deutschlands totalitäre Tradition. Stuttgart: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17230-deutschlands-totalitaere-tradition_19824, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 19824
Rezension drucken
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
CC-BY-NC-SA