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/ 05.06.2013
Seifried Seyer

Die versunkene Welt. Hannah Arendts Theorie des öffentlichen Handelns

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 1998 (Europäische Hochschulschriften: Reihe XXII, Soziologie 315); 170 S.; brosch., 65,- DM; ISBN 3-631-32813-3
Seyer geht davon aus, daß Arendt in ihren Schriften kontinuierlich eine "politische Theorie" (12) entfaltet hat, die immer wieder auf einige Grundfragestellungen zurückgreift. Zur Darstellung der Theorie bei Arendt läßt Seyer in diesem Sinne kaum einen Begriff der Arendtschen Überlegungen von Macht, Welt, Handeln bis zur totalen Herrschaft, dem Arbeiten und dem Urteilen aus. Alles in allem entsteht eine integrative Sicht der Auffassungen Arendts, in deren Mittelpunkt auch eine originelle Rezeption Kantischer und Aristotelischer Gedanken liege. Das Spezifikum des Politischen zeige sich bei Arendt auch als Verbindung von Handeln und Urteilen, das sich wiederum im Spannungsfeld zwischen kontextualistischer und universalistischer Begründung bewege. In einem umfangreichen Anhang (129-167) findet sich ein Exkurs zu Arendt und der Eichmann-Kontroverse, in dem die wichtigsten befürwortenden und kritisierenden Argumente zu Arendts These der "Banalität des Bösen" dargestellt werden.
Manuel Fröhlich (MF)
Prof. Dr., Juniorprofessur für Politikwissenschaft, Universität Jena (www.manuel-froehlich.de).
Rubrizierung: 5.465.415.315.33 Empfohlene Zitierweise: Manuel Fröhlich, Rezension zu: Seifried Seyer: Die versunkene Welt. Frankfurt a. M. u. a.: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6743-die-versunkene-welt_9082, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 9082 Rezension drucken
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