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/ 11.06.2013
Peter Nitschke

Einführung in die politische Theorie der Prämoderne 1500-1800

Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2000 (Die Politikwissenschaft); XII, 178 S.; 49,90 DM; ISBN 3-534-12753-6
Der kleine Band bedient sich eines Diskursansatzes: "Denn die politische Theorie der Prämoderne besteht aus einem Netzwerk von Theoremen, die sich an vielen Stellen kreuzen - auch wenn sie im Endergebnis des historischen Prozesses (im Angesicht der Moderne) recht weit auseinanderzugehen scheinen." (X) Nitschke nimmt sechs wesentliche Diskurse, die er anhand von je vier in ihrer Zeit klassischen Theoretikern in ihren Verbindungen exemplifiziert. Im Einzelnen handelt es sich dabei um "1. Die christliche Politik" (15) mit den Beispielen Luther, Vitoria, Bodin und Leibniz; "2. Die Machtfrage" (40) mit Machiavelli, Lipsius, Hobbes und Friedrich II.; "3. Die Utopie" (64) mit Morus, Müntzer, Winstanley und Rousseau; "4. Der Vertrag" (88) mit erneut Bodin, Hobbes, Locke und Rousseau; "5. Die Kritik" (112) mit Erasmus, Montaigne, Spinoza und Hume; sowie "6. Die Republik" (135) mit Machiavelli, Althusius, Harrington und Montesquieu. Nitschke liest dabei "die meisten Theoreme aus den prämodernen Diskursen als sogenannte kommunitarische Argumente für die heutige Debatte" (164), und zwar deshalb, weil fast durchweg der "Ausarbeitung einer zivilen Theologie in Form einer bürgerlichen Selbstverpflichtung [...] das entscheidende konstitutive Element" (164) zukomme.
Michael Dreyer (MD)
Prof. Dr., Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 5.32 Empfohlene Zitierweise: Michael Dreyer, Rezension zu: Peter Nitschke: Einführung in die politische Theorie der Prämoderne 1500-1800 Darmstadt: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/12028-einfuehrung-in-die-politische-theorie-der-praemoderne-1500-1800_14353, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 14353 Rezension drucken
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