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/ 20.06.2013
Axel Bernd Kunze

Emanzipatorischer Essentialismus. Die Gerechtigkeitstheorie der amerikanischen Philosophin Martha C. Nussbaum

Berlin: VWF Verlag für Wissenschaft und Forschung 2005 (Akademische Abhandlungen zur Philosophie); 58 S.; 9,90 €; ISBN 978-3-89700-380-4
Ein Grundproblem gerade der neueren, auf Orientierungsprobleme hochgradig individualisierter Gesellschaften zugeschnittenen ethischen Diskurse ergibt sich aus der Frage nach dem angemessenen Verhältnis von Gerechtigkeit und Differenz. Von dieser Problemstellung ausgehend möchte Kunze die Gerechtigkeitstheorie der amerikanischen, dem aristotelisch-essentialistischen Lager zugerechneten Philosophin Martha Nussbaum vorstellen. Ihr Ansatz stelle eine überzeugende Synthese von einer material orientierten Gerechtigkeitstheorie und liberaler Tradition dar, der um eine Ausbalancierung des Verhältnisses von Universalismus und Partikularismus in der Ethik bemüht sei. Dabei erweise sich – wie der Autor hervorhebt – Nussbaums Essentialismus für eine theologische Ethik zumal in Fragen einer Lebensformen- und Sexualethik als anschlussfähig.
Thomas Mirbach (MIR)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 5.465.42 Empfohlene Zitierweise: Thomas Mirbach, Rezension zu: Axel Bernd Kunze: Emanzipatorischer Essentialismus. Berlin: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25318-emanzipatorischer-essentialismus_29327, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 29327 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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