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/ 11.06.2013
Pia Nordblom

Für Glaube und Volkstum. Die katholische Wochenzeitung "Der Deutsche in Polen" (1934-1939) in der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus

Paderborn: Ferdinand Schöningh 2000 (Veröffentlichungen der Kommission für Zeitgeschichte. B: Forschungen 87); 758 S.; Ln., 168,- DM; ISBN 3-506-79992-4
Diss. Heidelberg; Gutachter: E. Wolgast, H. Soell. - Die katholische Wochenzeitung "Der Deutsche in Polen", 1934 gegründet von Dr. Eduard Pant, dem führenden Politiker der deutschen Katholiken Polens, entwickelte sich während der fünfeinhalb Jahre ihres Bestehens auch international zu einem wichtigen Sprachrohr der katholischen Emigration. Konstitutives und verbindendes Merkmal war die Gegnerschaft gegen den Nationalsozialismus aus christlicher Überzeugung. Das Blatt war entschieden konservativ ausgerichtet, voller Sehnsucht "nach einem christlichen Reichsmythos und einem vorsäkularen Zeitalter" (674). Das hielt die Zeitung aber nicht davon ab, aus der spezifischen Erfahrung der Deutschen im Polen der Dreißigerjahre heraus für eine Kulturautonomie von Minderheiten und dann auch genereller für einen friedlichen Ausgleich zwischen den einzelnen Volksgruppen in multinationalen Staaten einzutreten.
Kaspar Nürnberg (KN)
M. A., Historiker, Geschäftsführer des Vereins Aktives Museum, Berlin.
Rubrizierung: 2.3122.62 Empfohlene Zitierweise: Kaspar Nürnberg, Rezension zu: Pia Nordblom: Für Glaube und Volkstum. Paderborn: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10710-fuer-glaube-und-volkstum_12662, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 12662 Rezension drucken
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