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/ 18.06.2013
Volker Reinhardt

Geschichte Italiens. Von der Spätantike bis zur Gegenwart

München: C. H. Beck 2003; 348 S.; Ln., 29,90 €; ISBN 3-406-50284-9
Man könne die Geschichte Italiens in anderthalb Jahrtausenden als Beweis für oder gegen die "Einheit" des Landes schreiben, bemerkt Reinhardt, Professor für Allgemeine und Schweizer Geschichte der Neuzeit in Fribourg. Beides beabsichtige er nicht. Zugleich widerspricht er dem „Vulgärimage" (10) einer italienischen Nation, die vor allem aus „Pizza backenden Tenören" (10) zu bestehen scheint. Um ein „Verständnis der Gegenwart durch deren Ableitung aus der Geschichte" (12) zu wecken, analysiert Reinhardt, gegliedert in Epochen, die Entwicklung der historischen Grundformen, die heute noch das politische und gesellschaftliche System Italiens prägen. Aus dem Inhalt: VIII. Konfliktträchtige Entwicklung und Katastrophe des Krieges - 1861 bis 1922: Ansichten eines unvollständigen Einheitsstaates; Ausgebliebene Revolutionen: Eliten, Hierarchien und Behörden; Bürgerkrieg und territoriale Abrundung; Mühsame Modernisierung; Das System Giolitti oder die Kunst des Kompromisses; Der Krieg und die Folgen; Selbstaufgabe des Systems? IX. Der Weg in die Diktatur: das faschistische Italien 1922 bis 1945: Der Faschismus und Mussolini; Das ungeklärte Biennium; Die Errichtung der faschistischen Herrschaft; Der äthiopische Krieg und die Radikalisierung des Regimes; Krieg: außen und innen. X. Die etwas andere Republik - 1946 bis heute: Neue Ordnung, alte Strukturen: Institutionen und Entwicklungen; Wandel auf italienisch; Ende der ersten, Anfang der zweiten Republik?
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.612.1 Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Volker Reinhardt: Geschichte Italiens. München: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/18638-geschichte-italiens_21618, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 21618 Rezension drucken
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