/ 18.06.2013
Burkhard Dietz / Helmut Gabel / Ulrich Tiedau (Hrsg.)
Griff nach dem Westen. Die "Westforschung" der völkisch-nationalen Wissenschaften zum nordwesteuropäischen Raum (1919-1960)
Münster/New York: Waxmann Verlag 2003 (Studien zur Geschichte und Kultur Nordwesteuropas 6); XXX, 1.296 S.; geb., 74,- €; ISBN 3-8309-1144-0Das aus zwei Teilbänden bestehende Werk knüpft an die Diskussion über die Rolle der Wissenschaften im Nationalsozialismus an und stellt die auf den Benelux-Raum bezogene Variante der Westforschung in mehr als 40 naturgemäß primär historischen Beiträgen umfassend dar.
Aus dem Inhalt: I. Übergreifende Beiträge: Horst Lademacher: Über Nachteil und Notwendigkeit einer umstrittenen Beziehung (1-25); Stefan Haas: Transdisziplinarität als Paradigma der kultur- und sozialhistorischen Forschung im frühen 20. Jahrhundert (27-51); Thomas Kleinknecht: ‚Kulturraum' und ‚Volksboden' in der Wissenschaftskritik. Eine methodologische und ideenpolitische Miszelle zu Beispielen aus der deutschen ‚Westforschung' (53-66); Dirk van Laak: Zwischen ‚organisch' und ‚organisatorisch'. ‚Planung' als politische Leitkategorie zwischen Weimar und Bonn (67-90); Peter Heil: Zum Selbstbild von Raumplanern zwischen Nationalsozialismus und Bundesrepublik (91-105). II. Inhaltliche und ideologische Grundlagen der ‚Westforschung': Winfried Dolderer: Der flämische Nationalismus und Deutschland zwischen den Weltkriegen (109-136); Stephan Laux: Flandern im Spiegel der „wirklichen Volksgeschichte". Robert Paul Oszwald (1883-1945) als politischer Funktionär, Publizist und Historiker (247-290); Klaus Freckmann: Luxemburg - ein Teil deutschen Reiches? Zur Kontinuität der landes- und volkskundlichen Kulturraumforschung und ihr Verhältnis zur kulturellen Identität Luxemburgs im 20. Jahrhundert (473-492). III. Organisationen, Institute und Initiativen der ‚Westforschung': Michael Fahlbusch: Deutschtumspolitik und Westdeutsche Forschungsgesellschaft (569-647); Lothar Mertens: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Förderung der ‚Westforschung' nach 1933 (649-653); Martin Kröger: Die Praxis deutscher auswärtiger Kulturpolitik in den Niederlanden zwischen den Weltkriegen (887-905); Frank-Rutger Hausmann: Das Deutsche (Wissenschaftliche) Institut in Brüssel (1941-1944) (907-924). IV. Einzelne ‚Westforscher' und Kontinuitäten der ‚Westforschung' nach 1945: Jan Zimmermann: Alfred Toepfers „Westschau" (1.063-1.090); Peter Jan Knegtmans: Jan van Dam und die Reform des Unterrichtswesens in den besetzten Niederlanden (1.091-1.109); Joachim Lerchenmueller: Hans Ernst Schneiders/Hans Schwertes Niederlande-Arbeit in den 1930er bis 1950er Jahren (1.111-1.140); Bernd-A. Rusinek: ‚Westforschungs'-Tradition nach 1945. Ein Versuch über Kontinuität (1.141-1.201).
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 1.1 | 2.311 | 2.312 | 2.61
Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Burkhard Dietz / Helmut Gabel / Ulrich Tiedau (Hrsg.): Griff nach dem Westen. Münster/New York: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/18027-griff-nach-dem-westen_20808, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 20808
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