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/ 19.06.2013
Heinz-Gerhard Justenhoven / James Turner (Hrsg.)

Rethinking the State in the Age of Globalisation. Catholic Thought and Contemporary Political Theory

Münster: Lit 2003 (Politik: Forschung und Wissenschaft 10); 234 S.; brosch., 19,90 €; ISBN 3-8258-7249-1
Die gängige Auffassung der zunehmenden Erosion des Nationalstaates sei so nicht haltbar, schreiben die Autoren. Ein Blick in die Geschichte zeige, dass die nationalstaatliche Souveränität häufig nicht in allen Aspekten voll ausgeprägt gewesen sei, ohne dass den betreffenden Staaten deshalb die Souveränität aberkannt worden sei. Für die Zukunft sei weniger von einem völligen Bedeutungsverlust als vielmehr von einer Bedeutungsverschiebung auszugehen, bei der nicht mehr der Staat, sondern international gültiges Recht als letzter Souverän wirke. Damit stelle sich die Frage nach der demokratischen Legitimation der nichtstaatlichen Akteure in einer globalisierten Welt. Zudem werden die Bedrohungen der nationalstaatlichen Souveränität aus der Perspektive der katholischen Soziallehre diskutiert. Die Autoren interpretieren die Auffassungen verschiedener klassischer Denker der politischen Philosophie und der Theologie wie Aristoteles, Thomas von Aquin, Francesco Suárez, Immanuel Kant und verschiedener Päpste u. a. im Lichte der anstehenden Veränderungen und erörtern ihren möglichen Beitrag für die Durchdringung der globalisierungsbedingten Herausforderungen. Der Band dokumentiert eine Konferenz, die im September 2000 in Berlin stattfand.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 5.35.413.12.23 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Heinz-Gerhard Justenhoven / James Turner (Hrsg.): Rethinking the State in the Age of Globalisation. Münster: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/21441-rethinking-the-state-in-the-age-of-globalisation_25027, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 25027 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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