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/ 20.06.2013
Markus Kiel

"Arbeit ist die beste Medizin" - Erfahrungen aus dem arbeitsmarktpolitischen Projekt Jobscout

Münster: Lit 2004 (Arbeitswissenschaften 4); VI, 169 S.; brosch., 19,90 €; ISBN 3-8258-7176-2
Der Autor dieses bewusst nichtwissenschaftlich gehaltenen Buches zieht nach einer zweijährigen Tätigkeit als Arbeitsvermittler in einem Düsseldorfer Arbeitsmarktnetzwerk Bilanz. In knapper Form beschreibt der Pädagoge die statistischen Erfolge seiner Tätigkeit, um nach teilweise pejorativen Bewertungen von Arbeitssuchenden ausführlich die psychologischen und soziologischen Aspekte von Arbeit und Arbeitslosigkeit zu referieren. Seine soziologischen Bemerkungen über die Theorie des Kommunitarismus sind jedoch zu skizzenhaft und seine Ansichten über politische Sachfragen (Modelle des Sozialstaats oder Entstehung von Extremismus) zu undifferenziert, um diskutiert zu werden. Dass es dem Autor in erster Linie um seine Privatmeinung geht, zeigt seine politisch vielsagende These, dass die „kommunitaristisch“ abgeleitete Pflicht des Einzelnen an der Gemeinschaft einen „Freiwilligen Arbeitsdienst“ begründe.
Frank Schale (FS)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Professur für Politische Theorie und Ideengeschichte, Technische Universität Chemnitz.
Rubrizierung: 2.342 Empfohlene Zitierweise: Frank Schale, Rezension zu: Markus Kiel: "Arbeit ist die beste Medizin" - Erfahrungen aus dem arbeitsmarktpolitischen Projekt Jobscout Münster: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22292-arbeit-ist-die-beste-medizin---erfahrungen-aus-dem-arbeitsmarktpolitischen-projekt-jobscout_25428, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 25428 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
CC-BY-NC-SA