Skip to main content
/ 20.06.2013
Andrea Baier / Veronika Bennholdt-Thomsen / Brigitte Holzer

Ohne Menschen keine Wirtschaft. Oder: Wie gesellschaftlicher Reichtum entsteht. Berichte aus einer ländlichen Region in Ostwestfalen. Mit Fotografien von Cornelia Suhan

München: oekom verlag 2005; 220 S.; 19,- €; ISBN 3-936581-67-3
Die Autorinnen analysieren die regionalen Wirtschaftskreisläufe in zwei Dörfern der Warburger Börde. Persönliche Kontakte bilden, so ein Ergebnis der Studie, eine zentrale Grundlage für wirtschaftliche Beziehungen in der Region. Aktivitäten wie z. B. Schützenfeste seien keine gesellschaftlich-folkloristischen Ereignisse. Sie dienten vielmehr dem Aufbau und der Festigung dieser sozialen Beziehungen, der Basis der regionalen Wirtschaftskreisläufe. Die regionalen wirtschaftlichen Aktivitäten stünden im Gegensatz zu einer global ausgerichteten bäuerlichen Wirtschaftsweise, wie sie u. a. durch Politik und Verbände gefördert würde. Wiewohl von den Dorfbewohnern selbst häufig als unwichtig eingestuft, seien sie ein wesentlicher Ansatzpunkt für die Förderung einer regionalen und nachhaltigen Wirtschaft. Wie diese Förderung allerdings konkret aussehen könnte, lassen die Verfasserinnen leider offen. Die qualitative Studie basiert auf leitfadengestützten Interviews sowie auf mehrjähriger teilnehmender Beobachtung.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.342 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Andrea Baier / Veronika Bennholdt-Thomsen / Brigitte Holzer: Ohne Menschen keine Wirtschaft. München: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/23999-ohne-menschen-keine-wirtschaft_27618, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 27618 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
CC-BY-NC-SA