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/ 20.06.2013
Mohamed C. Othman

Accountability for International Humanitarian Law Violations: The Case of Rwanda and East Timor

Berlin u. a.: Springer 2005; XIV, 384 S.; hardc., 119,95 €; ISBN 978-3-540-26081-3
Wie werden die Verantwortlichen von Genozid und schweren Verstößen gegen das Humanitäre Völkerrecht für ihre Gräueltaten zur Verantwortung gezogen? In seiner vergleichenden, primär auf Rechtsfragen konzentrierten, Länderstudie zeichnet der Autor die Arbeit des Internationalen UNO-Tribunals für Ruanda (ICTR) und der Übergangsverwaltung der Vereinten Nationen in Osttimor UNTAET nach. Untersucht werden die rechtlichen Rahmenbedingungen, das jeweilige institutionelle Gefüge sowie die Strategien und die Praxis der Strafverfolgung, so z. B. die Problematik der Klassifikation der Taten und Täter oder die Funktion von Geständnissen. Ein Ergebnis dieser detailreichen Studie lautet: „A key question for any accountability process is whether the mandate of a given international or mixed tribunal is full accountability or a limited and highly selective one.” (341) Othman war sowohl im ICTR als auch in der UNTEAET staatsanwaltlich tätig und vermittelt insofern einen tiefen Einblick in die Praxis und Problematik internationaler Strafgerichtsbarkeit.
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 4.14.422.672.68 Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Mohamed C. Othman: Accountability for International Humanitarian Law Violations: The Case of Rwanda and East Timor Berlin u. a.: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25025-accountability-for-international-humanitarian-law-violations-the-case-of-rwanda-and-east-timor_28948, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 28948 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
CC-BY-NC-SA