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/ 05.06.2013
Hermann Schmitz

Adolf Hitler in der Geschichte

Bonn: Bouvier Verlag 1999; 418 S.; geb., 68,- DM; ISBN 3-416-02803-1
Der Titel ist etwas irreführend. Schmitz schreibt weder eine Geschichte Hitlers noch des Nationalsozialismus, sondern vielmehr eine Geschichte der abendländischen Philosophie vom antiken Griechenland bis zur Gegenwart, die um das Phänomen Hitler herum angeordnet ist. Er möchte damit "die in meinen systematischen und historischen Publikationen schon vorgelegten Erträge durch dieses Buch in gewisser Weise abrunden" (9). Im Zentrum steht das vom Verfasser geprägte Konzept der Situation als der natürlichen Einheit der Wahrnehmung. Damit zeichnet er eine "auf Adolf Hitler zulaufende Geschichte des Abendlandes" (22), in der sich eine "dominante postdemokritische Intellektualkultur" (28) etablieren konnte, welche auf der Basis eines physikalischen Welt- und Selbstverständnisses grundlegende Wahrheiten ignoriert. Ob man dieser These nun zustimmt oder nicht, dem Verfasser gelingt es, damit eine ebenso kenntnisreiche wie fesselnde Philosophiegeschichte zu schreiben. Inhaltsübersicht: 1. Das erste Paradigma des abendländischen Geistes; 2. Exkurs über Situationen; 3. Die vier Verfehlungen des abendländischen Geistes; 4. Das heidnische Altertum; 5. Das Christentum; 6. Aufklärung und Gegenaufklärung; 7. Adolf Hitler; 8. Perspektiven nach Hitler.
Markus Lang (ML)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 5.12.312 Empfohlene Zitierweise: Markus Lang, Rezension zu: Hermann Schmitz: Adolf Hitler in der Geschichte Bonn: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6977-adolf-hitler-in-der-geschichte_9347, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 9347 Rezension drucken
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