/ 20.06.2013
Helmut Reinalter (Hrsg.)
Aufklärungsprozesse seit dem 18. Jahrhundert
Würzburg: Königshausen & Neumann 2006; 319 S.; brosch., 49,80 €; ISBN 978-3-8260-3114-4Die Beiträge des Sammelbands sind einem Verständnis von Aufklärung als „reflexiver Aufklärung“ (8) verpflichtet. Untersucht werden Prozesse im 19., vor allem aber im 20. Jahrhundert, in denen die Ideale der historischen Aufklärung unter veränderten Bedingungen neu durchdacht und konzipiert werden mussten. Dies bezieht sich insbesondere auf Einstellungen, die das Unbehagen an der Moderne auf die Prinzipien der Aufklärung zurückführen wollten, Einstellungen, die sich unter dem Dach der „Dialektik der Aufklärung“ zusammenfassen lassen. Indem die Autoren Aufklärung mit verschiedenen Phänomenen der modernen Welt in Beziehung setzen – Wissenschaft, Mediendemokratie, Informationsgesellschaft –, können sie deren bleibende Aktualität aufzeigen: Diese „resultiert aus dem permanenten Aufklärungsbedürfnis. Sie versteht sich als Versuch, die immer neu wuchernde Pseudowahrheit zu überwinden und ideologiekritisch zu arbeiten.“ (8) Die Beiträge gehen auf den Forschungsschwerpunkt „Aufklärungsprozesse nach der historischen Aufklärung“ an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck zurück.
Markus Lang (ML)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 5.42 | 5.43 | 5.33
Empfohlene Zitierweise: Markus Lang, Rezension zu: Helmut Reinalter (Hrsg.): Aufklärungsprozesse seit dem 18. Jahrhundert Würzburg: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24194-aufklaerungsprozesse-seit-dem-18-jahrhundert_27870, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 27870
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Dr., Politikwissenschaftler.
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