/ 11.06.2013
Wilhelm Geerlings
Augustinus
Freiburg i. Br./Basel/Wien: Herder 1999 (Herder Spektrum 4765); 123 S.; 16,80 DM; ISBN 3-451-04765-9Die Einführung des Kirchengeschichtlers Geerlings stellt in erster Linie die theologischen Grundgedanken Augustins dar. Gleichwohl werden auch Bezüge zwischen dessen Werk und bewegtem Leben insbesondere im Hinblick auf die autobiographischen "Confessiones" deutlich. So gilt vielen Augustinus heute als der "erste moderne Mensch", indem er "sein Innenleben bis in die verborgensten Tiefen ausleuchtet" (2) und somit einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zur heutigen Auffassung von Subjektivität und personaler Identität leistet. Eine kurze Darstellung von Augustinus Konzeption einer "civitas dei", der göttlichen Friedensordnung, zeigt inwieweit diese auf der Grundlage einer Unterscheidung von den zwei Reichen beruht, in denen Gottesliebe oder Selbstliebe die Menschen prägen.
Andreas Eis (AE)
Jun.-Prof. Dr., Didaktik des politischen Unterrichts und der politischen Bildung, Institut für Sozialwissenschaften Oldenburg, Fakultät I.
Rubrizierung: 5.31
Empfohlene Zitierweise: Andreas Eis, Rezension zu: Wilhelm Geerlings: Augustinus Freiburg i. Br./Basel/Wien: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10335-augustinus_12223, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 12223
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Jun.-Prof. Dr., Didaktik des politischen Unterrichts und der politischen Bildung, Institut für Sozialwissenschaften Oldenburg, Fakultät I.
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