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/ 21.06.2013
Volker Röben

Außenverfassungsrecht. Eine Untersuchung zur auswärtigen Gewalt des offenen Staates

Tübingen: Mohr Siebeck 2007 (Jus Publicum 160); XXIX, 570 S.; Ln., 109,- €; ISBN 978-3-16-149375-1
Rechtswiss. Habilitationsschrift Heidelberg; Gutachter: R. Wolfrum, P. Kirchhof. – Es ist ein geläufiger Topos, dass mit fortschreitender Verrechtlichung internationaler Beziehungen und Übertragung von Hoheitsrechten an die Europäische Union die staatliche Rechtsetzung in auswärtigen Gegenständen an Bedeutung gewinnt. Um die Verzahnung von auswärtigem und innerstaatlichem Rechtsetzungsprozess zu veranschaulichen, weist Röben einerseits auf die wertbezogene Legitimation des Völkerrechts aus dem Konsens der Staaten (Staatengemeinschaft) und andererseits auf die verfassungsrechtliche Rezeption der Rechtsetzung im Völkerrecht hin. Diese Verknüpfung verläuft nicht immer konfliktfrei. Jedoch verweist der Autor darauf, dass eine Kollision von Völkerrecht und nationalstaatlicher Souveränität verringert werden kann, wenn die im Grundgesetz garantierte Transparenz des Vollzugs von Völkerrechtsnormen verstärkt wird. Diese theoretische Grundlage, die den ersten Teil des Buches ausmacht, wird am kollektiven Sicherheitssystem, an der europäischen Integration und am Grundrechteschutz als jeweiliges Referenzsystem veranschaulicht, bevor Röben in einem abschließenden Kapitel das Modell und die Entwicklung des Außenverfassungsrechts des offenen Staates rekapituliert.
Frank Schale (FS)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Professur für Politische Theorie und Ideengeschichte, Technische Universität Chemnitz.
Rubrizierung: 2.322.34.1 Empfohlene Zitierweise: Frank Schale, Rezension zu: Volker Röben: Außenverfassungsrecht. Tübingen: 2007, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/28018-aussenverfassungsrecht_32935, veröffentlicht am 02.04.2008. Buch-Nr.: 32935 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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