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/ 21.06.2013
Heidi Hofmann (Hrsg.)

Biopolitik grenzenlos. Stimmen aus Polen

Herbolzheim: Centaurus Verlag 2005 (Beiträge zur gesellschaftswissenschaftlichen Forschung 23); 326 S.; 22,90 €; ISBN 978-3-8255-0510-3
„Während darüber, was mit dem Embryo im Reagenzglas gemacht wird, öffentliches Desinteresse besteht, ist das, was mit dem Embryo im Frauenkörper geschieht, ein öffentliches Thema“ (12), beschreibt die Herausgeberin die gesellschaftliche Stimmung zum Thema Biopolitik in Polen. Sie hat polnische Persönlichkeiten aus Wissenschaft und öffentlichem Leben eingeladen, über den Stand der fachwissenschaftlichen Diskussion über Reproduktionstechnologien zu berichten, nach der Existenz und Gestalt eines bioethischen Diskurses zu fragen sowie auf die Debatte um den Schwangerschaftsabbruch einzugehen. Deutlich zeigt sich die starke Stellung der katholischen Kirche. Zudem herrsche kein „Klima von moralischer Pluralität“, vielmehr prallten „religiöse und weltanschaulich polarisierte Standpunkte“ aufeinander (13). Die Beiträge über Polen werden durch einen Überblick Hofmanns über die in Deutschland und den USA entstandene feministische Kritik kontrastiert.
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.612.232.2632.27 Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Heidi Hofmann (Hrsg.): Biopolitik grenzenlos. Herbolzheim: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/26653-biopolitik-grenzenlos_31077, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 31077 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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