/ 05.06.2013
Hans Luft
Blickpunkt Landwirtschaft. Zum Transformationsprozeß ostdeutscher Agrarstrukturen
Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 1998 (Humangeographie 1); 173 S.; brosch., 59,- DM; ISBN 3-631-31606-2Die Landwirtschaft östlich der Elbe, besonders in den neuen Bundesländern, ist nicht erst seit dem Zweiten Weltkrieg durch - im Vergleich zum westlichen Teil Deutschlands - eher große landwirtschaftliche Einheiten gekennzeichnet. Nach 1989 wurden diese Flächen zwar z. T. drastisch verkleinert, dennoch sind sie nach wie vor wesentlich größer als die im Westen. Der Autor zeichnet die Entwicklungen der östlichen Landwirtschaft bis heute aus historischer Perspektive nach. Schwerpunkt der Darstellung bildet dabei der Transformationsprozeß der Landwirtschaft nach 1989. Er macht deutlich, welchen Einfluß dabei die Politik seit der Wiedervereinigung gehabt hat. Zudem zeigt er, vor welchen Problemen und Herausforderungen, auch im Rahmen der EU, die ostdeutschen Landwirte heute stehen. Es wird deutlich, daß die Landwirtschaft in den neuen Bundesländern über eine gewachsene, eigenständige Struktur verfügt, die sich klar von der in den alten Ländern unterscheidet.
Inhaltsübersicht: 1. Verlauf und Besonderheiten des Transformationsprozesses ostdeutscher Agrarstrukturen; 2. Einflußfelder der Politik auf den Transformationsprozeß ostdeutscher Agrarstrukturen; 3. Ökonomische Probleme der ostdeutschen Landwirtschaftsbetriebe in der Gegenwart; 4. Marktanteile, regionale Wirtschaftskreisläufe und Beschäftigung.
Silke Becker (Be)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.343 | 2.313
Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Hans Luft: Blickpunkt Landwirtschaft. Frankfurt a. M. u. a.: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6764-blickpunkt-landwirtschaft_9103, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 9103
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Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
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