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/ 20.06.2013
Robert Kurz

Blutige Vernunft. Essays zur emanzipatorischen Kritik der kapitalistischen Moderne und ihrer westlichen Werte

Bad Honnef: Horlemann 2004; 222 S.; brosch., 12,90 €; ISBN 3-89502-182-2
Kurz, in den letzten zehn Jahren durch zahlreiche kapitalismuskritische Publikationen hervorgetreten, kennzeichnet den hier veröffentlichten Band ausdrücklich als „theoretisches Pamphlet“ (5). Mit großem polemischen Gestus möchte er den „hilflosen Antikapitalismus der Linken“ (8) durch eine radikale Kritik der Aufklärung ersetzen, die „den Horizont des androzentrischen Universalismus [überschreitet], der ja das strukturell männliche Aufklärungsdenken kennzeichnet“ (10). Wenn die „kapitalistisch konstituierte Subjektform“ den gemeinsamen Nenner von bürgerlicher Aufklärung und Gegenaufklärung bilde, dann bestehe die aktuelle historische Aufgabe darin, die Möglichkeit einer „emanzipatorischen Antimoderne“ zu denken (147 ff.). Die ersten drei Texte sind 2002 und 2003, der vierte 1993 in der Theoriezeitschrift „Krisis“ erschienen. Aus dem Inhalt: Blutige Vernunft. 20 Thesen gegen die so genannte Aufklärung und die „westlichen Werte“ Negative Ontologie. Die Dunkelmänner der Aufklärung und die Geschichtsmetaphysik der Moderne Tabula rasa. Wie weit soll, muss oder darf die Kritik der Aufklärung gegengehen? Subjektlose Herrschaft. Zur Überwindung einer verkürzten Gesellschaftskritik
Thomas Mirbach (MIR)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 5.425.45 Empfohlene Zitierweise: Thomas Mirbach, Rezension zu: Robert Kurz: Blutige Vernunft. Bad Honnef: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22557-blutige-vernunft_25735, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 25735 Rezension drucken
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