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/ 05.06.2013
Peter Raschke / Jens Kalke

Cannabis in Apotheken. Kontrollierte Abgabe als Heroinprävention

Freiburg i. Br.: Lambertus 1997; 143 S.; 19,- DM; ISBN 3-7841-0959-4
Der Band basiert auf einem Gutachten für das schleswig-holsteinische Gesundheitsministerium zur Vorbereitung seines Antrags an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Cannabis zum Eigengebrauch in Apotheken verkaufen zu dürfen. Der Band gibt Aufschluß über Grundlagen, Begründung und Konzeption eines solchen Modellversuchs. Nach kurzer Einführung in die Cannabispolitik der Bundesrepublik werden die Zielsetzungen und Gründe für einen Modellversuch zur kontrollierten Abgabe von Cannabis dargelegt. Anschließend arbeiten Raschke und Kalke heraus, warum Apotheken als Abgabestellen am besten geeignet sind. Detailliert wird dann auf die Regelungen und Durchführungsbestimmungen einer kontrollierten Abgabe von Cannabis eingegangen. Kapitel fünf befaßt sich kritisch mit dem Forschungsstand über kontrovers diskutierte Thesen zu den physischen und psychischen Folgen des Cannabiskonsums, zu Cannabis als Einstiegs- und kulturfremde Droge sowie zu einer möglichen enthemmenden Wirkung einer legalisierten Abgabe von Cannabis. Das Schlußkapitel referiert die Reaktionen von Politik und Medien auf das Modellvorhaben. Die Autoren plädieren für die Durchführung eines wissenschaftlichen und kontrollierten Modellversuchs. "Die Ergebnisse eines solchen Modellvorhabens [...] können wesentlich zu einer rationalen Begründung der Cannabispolitik beitragen - zu welchem empirischen Ergebnis man auch immer am Ende kommen mag." (9)
Martina Böhner (Bö)
Dr.
Rubrizierung: 2.3432.333 Empfohlene Zitierweise: Martina Böhner, Rezension zu: Peter Raschke / Jens Kalke: Cannabis in Apotheken. Freiburg i. Br.: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6560-cannabis-in-apotheken_8884, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 8884 Rezension drucken
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