Skip to main content
/ 20.06.2013
Gerald-R. Engelhardt

Civitatis. liberal.sozial.hegemonial. ... für eine Welt in besserer Verfassung. Eine Verfassung für die Kommunen, Regionen, Unionen und die Vereinten Unionen

Norderstedt: Books on Demand 2005; 105 S.; 15,- €; ISBN 3-8334-3180-6
Das in Form eines Gesetzestextes aufgebaute Buch enthält den Entwurf einer Verfassung eines demokratischen Gemeinwesen, in dem politische Entscheidungen weitgehend von den betroffenen Bürgern selbst getroffen werden. Über den Sinn der einzelnen Vorschläge ließe sich trefflich streiten. So schlägt Engelhardt u. a. vor, Ausbildung, Arbeitslosigkeit und Alter durch relativ großzügige steuerfinanzierte Grundsicherungen abzudecken, das Steuersystem radikal zu vereinfachen und Steuerprivilegien weitgehend abzuschaffen. Vorgesehen sind zudem genau fünf politische Parteien, die Schaffung von Frauen- und Jugendparlamenten, eingeschränkte Wiederwahlmöglichkeiten und eine absolute Altersobergrenze von 64 Jahren für Mandatsträger. Politische Kontrolle hätte u. a. durch öffentlich vereidigte, zugelassene investigative Journalisten zu erfolgen, die Skandale und Missstände aufdecken sollen. Personen, die sich verschiedener Vergehen schuldig gemacht haben, sollen an einen Internet-Pranger gestellt werden, wobei u. a. auch das Nichteinhalten von Wahlversprechen und nachgewiesene „Unfähigkeit und Asozialität“ (59) von Unternehmern bzw. Managern sanktioniert werden kann. Mit Politikwissenschaft hat das Ganze nichts zu tun.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 5.412.214.1 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Gerald-R. Engelhardt: Civitatis. Norderstedt: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24835-civitatis_28706, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 28706 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
CC-BY-NC-SA