/ 20.06.2013
Oleg Cernavin / Martin Führ / Martin Kaltenbach / Friedrich Thießen (Hrsg.)
Cluster und Wettbewerbsfähigkeit von Regionen. Erfolgsfaktoren regionaler Wirtschaftsentwicklung
Berlin: Duncker & Humblot 2005 (Volkswirtschaftliche Schriften 543); 153 S.; 63,80 €; ISBN 3-428-11837-5Inwieweit sind Wirtschaftscluster Erfolgsfaktoren für die regionale Wirtschaftsentwicklung? Diese Thematik wurde auf dem Wissenschaftsforum „Zukunft: Rhein-Main“, zu dem das Rhein-Main-Institut und das Amerikahaus Frankfurt eingeladen hatten, diskutiert. Im Zentrum der vorwiegend wirtschaftswissenschaftlich ausgerichteten Beiträge steht das Konzept des Clusters. Der Begriff steht für eine lokale Konzentration von Unternehmen, die in verwandten Bereichen tätig sind, wie zum Beispiel die Informationstechnologiebranche im Silicon Valley oder die Öl- und Gasindustrie in Houston, Texas. Die Autoren sehen Cluster – und damit regionalspezifische ökonomische Gegebenheiten – als einen Faktor, der größeren Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes hat als makroökonomische Bedingungen. Der Verlust nationaler ökonomischer Handlungsspielräume verstärke die Bedeutung regionalökonomischer Gegebenheiten. Um die ökonomischen Potenziale von Clustern ausschöpfen zu können, halten die Autoren eine Regionalpolitik für notwendig, die sich an ökonomischen Zusammenhängen und weniger an politischen Kompetenzgrenzen orientiert.
Julia von Blumenthal (JB)
Prof. Dr., Institut für Sozialwissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin.
Rubrizierung: 2.262 | 2.263 | 2.343 | 2.342
Empfohlene Zitierweise: Julia von Blumenthal, Rezension zu: Oleg Cernavin / Martin Führ / Martin Kaltenbach / Friedrich Thießen (Hrsg.): Cluster und Wettbewerbsfähigkeit von Regionen. Berlin: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24277-cluster-und-wettbewerbsfaehigkeit-von-regionen_27979, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 27979
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Prof. Dr., Institut für Sozialwissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin.
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