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/ 18.06.2013
Volker Heins

Das Andere der Zivilgesellschaft. Zur Archäologie eines Begriffs

Bielefeld: transcript Verlag 2002 (X-Texte zur Kultur und Gesellschaft); 102 S.; kart., 12,80 €; ISBN 3-933127-88-2
Der Begriff "Zivilgesellschaft" wurde in den letzten Jahren viel diskutiert, seine Indienstnahme durch die unterschiedlichsten Institutionen und Organisationen hat ihn jedoch zunehmend zur Worthülse werden lassen. Der Autor zeichnet im ersten Teil die Veränderungen und Vereinnahmen des Begriffes aus historischer Perspektive nach, um im Anschluss daran zu einer zeitgemäßen Arbeitsdefinition zu gelangen. Dabei wird deutlich, dass der Begriff lange Zeit immer auch als Gegenbegriff verwendet worden ist, der das Andere bezeichnete - sei es gegen das Barbarische, das Militärische oder insbesondere gegen einen überbordenden Staat. Zivilgesellschaft im Sinne von Heins überwindet und integriert zugleich diese Abgrenzung: Abgrenzung findet statt, indem solidarisch füreinander gegen ein Fremdes Interessen vertreten werden; doch zugleich ist der Staat nicht mehr Gegenpol, sondern sein Schutz ist die Bedingung der Möglichkeit von Zivilgesellschaft.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 5.42 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Volker Heins: Das Andere der Zivilgesellschaft. Bielefeld: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17156-das-andere-der-zivilgesellschaft_19736, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 19736 Rezension drucken
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