/ 05.06.2013
Richard Rorty
Das Kommunistische Manifest 150 Jahre danach: Gescheiterte Prophezeiungen, glorreiche Hoffnungen. Aus dem Amerikanischen von Reinhard Kaiser
Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1998; 30 S.; 5,- DM; ISBN 3-518-06529-7Das rote Büchlein - gemeint ist alleine die Farbe des Umschlages -, dessen Text am 24. Februar 1998 in der FAZ abgedruckt wurde, setzt sich auf allgemein verständliche Art mit dem vor 150 Jahren erschienenen Kommunistischen Manifest auseinander. Der Autor analysiert weniger den Inhalt des Manifestes, als daß er dessen Aktualität und Bedeutung herausstellt sowie den kritischen Umgang mit dessen Ideen und Prophezeiungen anmahnt. "Gescheiterte Prophezeiungen sind oft eine inspirierende Lektüre. Zwei Beispiele: Das Neue Testament und das Kommunistische Manifest." (7) Der Autor entwirft sozusagen einen neuen Vortext unter der Fragestellung, warum sich das Kommunistische Manifest zu lesen lohnt, wobei der kontinuierliche Vergleich zwischen der Bibel und dem Manifest eine assoziative Parallele zwischen Christentum und Kommunismus heraufbeschwört, die schon wegen der Kürze der Auseinandersetzung (29 Seiten) provoziert.
Thomas Morick (TM)
Dipl.-Politologe.
Rubrizierung: 2.22 | 5.42
Empfohlene Zitierweise: Thomas Morick, Rezension zu: Richard Rorty: Das Kommunistische Manifest 150 Jahre danach: Gescheiterte Prophezeiungen, glorreiche Hoffnungen. Frankfurt a. M.: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6684-das-kommunistische-manifest-150-jahre-danach-gescheiterte-prophezeiungen-glorreiche-hoffnungen_9015, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 9015
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Dipl.-Politologe.
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