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/ 11.06.2013
Sonja Köhler

Das Massenvertreibungsverbot im Völkerrecht

Berlin: Berlin Verlag Arno Spitz GmbH 1999 (Menschenrechtszentrum der Universität Potsdam 6); XXX, 472 S.; kart., 96,- DM; ISBN 3-87061-866-3
Rechtswiss. Diss. Göttingen; Gutachter: D. Rauschning, U. Fink. – Der Natur der Sache entsprechend ist die Argumentation der Autorin in erster Linie juristisch. Sie untersucht die Bestimmungen der einschlägigen völkerrechtlichen Vertragswerke, das humanitäre Völkerrecht und die Charta der Vereinten Nationen hinsichtlich ihrer Relevanz für die juristische Bewertung von Vertreibungen. Darüber hinaus befaßt Köhler sich jedoch auch mit den Reaktionen der Staatengemeinschaft auf Vertreibungen wie in Bosnien-Herzegowina, Zypern, dem Irak, Myanmar und Ruanda. Die Autorin kommt zu dem Schluß, daß Vertreibungen bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen als Verbrechen gegen die Menschlichkeit geahndet werden können. Inhaltsübersicht: 2. Das Massenvertreibungsverbot in den internationalen Menschenrechtsübereinkommen; 3. Das Verbot der indirekten Massenvertreibung; 4. Das Massenvertreibungsverbot von Ausländern nach völkerrechtlichem Fremdenrecht; 5. Spezielle Situationen der Massenvertreibung; 6. Das Verbot der Massenvertreibung im humanitären Völkerrecht; 7. Rechte der Zufluchtsstaaten; 8. Das Massenvertreibungsverbot im Völkergewohnheitsrecht; 9. Rechtsfolgen der Massenvertreibung; 10. Rechtsschutz vor Ausweisung und Durchsetzung des Massenvertreibungsverbotes.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.14.42 Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Sonja Köhler: Das Massenvertreibungsverbot im Völkerrecht Berlin: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10820-das-massenvertreibungsverbot-im-voelkerrecht_12794, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 12794 Rezension drucken
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