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/ 22.06.2013
Silke Ruth Laskowski

Das Menschenrecht auf Wasser. Die rechtlichen Vorgaben zur Sicherung der Grundversorgung mit Wasser und Sanitärleistungen im Rahmen einer ökologisch-nachhaltigen Wasserwirtschaftsordnung

Tübingen: Mohr Siebeck 2010 (Recht der Nachhaltigen Entwicklung 7); XXX, 973 S.; Ln., 159,- €; ISBN 978-3-16-149507-6
Überarb. und akt. rechtswiss. Habilitationsschrift Hamburg; Gutachter: H.-J. Koch, T. Bruha. – Vor dem Hintergrund der globalen Wasserknappheit und der Klimaerwärmung ist dieses Werk von Laskowski, Professorin für Öffentliches Recht an der Universität Kassel, von besonderer Relevanz: Von den Artikeln des UN-Sozialpaktes wird das Menschenrecht auf Wasser hergeleitet. Wenn man diesem normativen Anspruch folgt und die universelle Gültigkeit von Menschenrechten berücksichtigt, so wird die Um- und Durchsetzung dieses Menschenrechts zur großen Aufgabe von Staaten und Institutionen. Die Untersuchung dient der Konkretisierung der umweltspezifischen und wirtschaftlichen Folgen, die durch das Menschenrecht auf Wasser entstehen. Darüber hinaus wird der Frage nachgegangen, welche Konsequenzen und Handlungsoptionen sich daraus für suprastaatliche Institutionen wie etwa der EU ergeben. In Bezug auf den Grundsatz einer nachhaltigen Entwicklung und das Menschenrecht auf Wasser hat ein Prozess der Verrechtlichung stattgefunden. Die Autorin betrachtet zunächst die internationalen, europäischen und deutschen Umwelt-, Wirtschafts- und Versorgungsrechtsgrundlagen. Sie arbeitet anschließend die Rahmenbedingungen einer ökologisch-nachhaltigen Wasserwirtschaft heraus. Dies schließt auch die Bedeutung des deutschen Modells der kommunalgeprägten Wasserversorgung sowie Privatisierungstendenzen mit ein. Laskowski schafft es, auf 970 Seiten ein Grundlagenwerk für die Auseinandersetzung von Recht und Wasser bzw. Recht auf Wasser anzufertigen und den rechtlichen Standort der öffentlichen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung zu präzisieren. Die Autorin plädiert dafür, die heutige Umweltnutzung nach einem Nachhaltigkeitskonzept zu regulieren. Unter Rücksichtnahme auf eine generationengerechte und ökologisch zentrierte Nutzung soll es auch unseren Nachfahren ermöglicht werden, eine lebenswerte und nutzbare Umwelt vorzufinden (894).
Mario-Gino Harms (MGH)
Dipl.Pol., wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg.
Rubrizierung: 4.424.434.454.12.212.612.325 Empfohlene Zitierweise: Mario-Gino Harms, Rezension zu: Silke Ruth Laskowski: Das Menschenrecht auf Wasser. Tübingen: 2010, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/33314-das-menschenrecht-auf-wasser_39839, veröffentlicht am 01.03.2011. Buch-Nr.: 39839 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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