/ 11.06.2013
Dirk Lüddecke
Das politische Denken Dantes. Überlegungen zur Argumentation der Monarchia Dante Alighieris
Neuried: ars una 1999 (Reihe politisches Denken 3); 204 S.; kart., 48,- DM; ISBN 3-89391-761-6Die Arbeit begreift Dantes Monarchia als eine Form politischer Theologie. Hierunter wiederum versteht der Autor "den Inbegriff der Aussagen Dantes aufgrund seines christlichen Gottesglaubens über Aufgabe, Struktur und Legitimität politischer Herrschaft" (10). Dante säkularisiere religiöse Motive mit dem Ziel, diese säkularisierten Formen den religiösen als gleichwertig parallel zu stellen: "Säkularisierung meint hier also eine Übertragung religiöser Begriffsmuster und Motive in den weltlich-politischen Raum, bei der ein theologisch zu deutender Endlichkeitsüberschuß bewahrt bleibt." (11) Dies wiederum führe zu der von Dante behaupteten Harmonie zwischen Philosophie und Theologie und zwischen weltlicher und geistlicher Macht, und letztlich zur Verteidigung weltlicher Herrschaft gegen sakrale Ansprüche. Im Detail will Lüddecke dies nachweisen, indem er in seiner Exegese der Monarchia genau dem Danteschen Vorgehen Kapitel für Kapitel folgt. Die einzelnen Aussagen Dantes werden eine nach der anderen in ihren ideengeschichtlichen Kontext gestellt und abschließend noch mit der Göttlichen Komödie verglichen.
Michael Dreyer (MD)
Prof. Dr., Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 5.31
Empfohlene Zitierweise: Michael Dreyer, Rezension zu: Dirk Lüddecke: Das politische Denken Dantes. Neuried: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10961-das-politische-denken-dantes_12958, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 12958
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Prof. Dr., Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
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