/ 05.06.2013
Deutsches Komitee für UNICEF (Hrsg.)
Das Recht auf Bildung. Zur Situation der Kinder in der Welt 1999
Frankfurt a. M.: Fischer Taschenbuch Verlag 1999; 239 S.; 18,90 DM; ISBN 3-596-14246-6Immer noch haben Millionen von Kindern in den Entwicklungsländern keinen oder nur sehr eingeschränkten Zugang zu Bildungseinrichtungen. Zwei Drittel dieser Kinder, die damit von vornherein keine Chance haben, ihre wirtschaftliche Situation zu verbessern, sind Mädchen. Der UNICEF-Bericht beschreibt, wo die Probleme liegen und welche Konzepte in welchen Ländern angewandt werden, um möglichst allen Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen. Die Autoren betonen, daß mehrere Grundelemente wichtig sind, um eine Bildungsrevolution in Gang zu bringen. Erstens muß die Schule neben der reinen Wissensvermittlung im Rechnen, Lesen und Schreiben auch Lebensbewältigungsstrategien vermitteln. Zweitens muß der Zugang auch für ethnische Minderheiten ebenso gesichert sein wie die Qualität und Flexibilität des Unterrichts. Drittens streicht der Bericht die Bedeutung der Förderung von Mädchen heraus. Der Staat muß sehr viel mehr als bisher dafür sorgen, daß ein einheitliches und flexibles Bildungssystem entsteht, in dem insbesondere die Grundversorgung gesichert ist.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.45 | 2.263 | 2.67 | 2.68 | 2.62
Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Deutsches Komitee für UNICEF (Hrsg.): Das Recht auf Bildung. Frankfurt a. M.: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6498-das-recht-auf-bildung_8813, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 8813
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M. A., Politikwissenschaftler.
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