/ 18.06.2013
John Rawls
Das Recht der Völker. Enthält: "Nochmals: Die Idee der öffentlichen Vernunft" Übersetzt von Wilfried Hinsch
Berlin/New York: Walter de Gruyter 2002 (Ideen & Argumente); X, 285 S.; brosch., 24,95 €; ISBN 3-11-016935-5Rawls entfaltet und erweitert die Gedanken zur Übertragung seiner „Theorie der Gerechtigkeit" auf die zwischenstaatliche Ebene, wie er sie bereits 1993 im Rahmen der Oxforder Amnesty Lectures ebenfalls unter dem Titel „Das Recht der Völker" skizziert hatte: „Es war unmöglich, so viele Fragen in einer einzigen Vorlesung zu behandeln, und meine Ausführungen waren nicht ausgereift und offen für Fehlinterpretationen. Die vorliegende Fassung, die 1997/98 abgeschlossen wurde und die eine Überarbeitung von Textvorlagen für drei Seminare an der Universität Princeton im April 1995 darstellt, ist reichhaltiger und befriedigender." (V) Das Schlusswort unterstreicht den Charakter seines Plädoyers: „Wenn eine annehmbar gerechte Gesellschaft der Völker, deren Mitglieder ihre Macht vernünftigen Zielen unterordnen, nicht möglich ist, und Menschen im Großen und Ganzen amoralisch, wenn nicht unheilbar zynisch und egozentrisch sind, müsste man sich mit Kant fragen, ob es sich für Menschen lohnt, auf Erden zu leben." (163)
Manuel Fröhlich (MF)
Prof. Dr., Juniorprofessur für Politikwissenschaft, Universität Jena (www.manuel-froehlich.de).
Rubrizierung: 4.1 | 5.44 | 4.42
Empfohlene Zitierweise: Manuel Fröhlich, Rezension zu: John Rawls: Das Recht der Völker. Berlin/New York: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17983-das-recht-der-voelker_20758, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 20758
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Prof. Dr., Juniorprofessur für Politikwissenschaft, Universität Jena (www.manuel-froehlich.de).
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