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/ 04.06.2013
Michael Huber

Das regulative Netzwerk. Risiko und regulative Politik im bundesdeutschen Kernenergiekonflikt

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 1998 (Europäische Hochschulschriften: Reihe XXXI, Politikwissenschaft 345); 256 S.; brosch., 79,- DM; ISBN 3-631-32363-X
Diss. Florenz. - Es handelt sich bei dieser Arbeit um die leicht überarbeitete und aktualisierte Ausgabe der bereits 1991 vorgelegten Dissertation Hubers (7). Die theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema des bundesdeutschen Kernenergiekonfliktes bleibt aktuell. Die zentrale Fragestellung läßt sich folgendermaßen zusammenfassen: Wie gelingt es, einen komplex strukturierten Akteursraum über längere Zeit zu koordinieren und auf der politischen Ebene eine unlösbare Unsicherheit abzufedern (17)? Der Fokus liegt dabei auf der hermetischen Außendarstellung der Kernkraftbefürworter, und der bis in die Formulierung geteilten Problemwahrnehmung aller wichtigen Akteure, "die dann mit dem Begriff des Atomfilzes mit korrupter, manipulativer und nur an Profitinteressen ausgerichteten Politik in Zusammenhang gebracht wurde" (6). Im Ergebnis wird mit Hilfe der Netzwerkanalyse deutlich, wie durch einen kollektiven Rahmen (Frame) des Netzwerkes der Kernkraftbefürworter die Problemwahrnehmung stabilisiert und gleichzeitig, durch den Verweis auf die regulative Methode, die für die politische Debatte notwendige Flexibilität gesichert wird (223).
Thomas Morick (TM)
Dipl.-Politologe.
Rubrizierung: 2.3432.331 Empfohlene Zitierweise: Thomas Morick, Rezension zu: Michael Huber: Das regulative Netzwerk. Frankfurt a. M. u. a.: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/5924-das-regulative-netzwerk_7752, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 7752 Rezension drucken
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