/ 11.06.2013
Jochen Kast / Bernd Siegler / Peter Zinke
Das Tagebuch der Partisanin Justyna. Jüdischer Widerstand in Krakau
Berlin: Elefanten Press 1999; 319 S.; pb., 39,90 DM; ISBN 3-88520-729-XMagisterarbeit Westfälische Wilhelms-Universität; Erstgutachter: A. Nassehi. - In der Zusammenführung Habermas' philosophischer und soziologischer Theorie verweist der Autor auf spezifische sozio-ökonomische Probleme des kommunikativen Vernunftbegriffs, "die eine Rückbindung an eine empirische Gesellschaftstheorie erfordern" (5). Als praktische Voraussetzung für das Zustandekommen eines Diskurses muß Habermas ein hohes Maß an moralischer und geistiger Reife der Diskurspartner unterstellen. Jedoch wird die zentrale Bedeutung sozio-ökonomischer Verhältnisse für die kognitive Entwicklung und Ausbildung kommunikativer Kompetenzen der Individuen in seiner Gesellschaftstheorie nicht thematisiert. Beer konfrontiert Habermas' formales Lebensweltkonzept mit Bourdieus Habitus- und Klassentheorie, um die allzu optimistischen normativen Prämissen der Diskursethik einer Korrektur zu unterziehen.
Aus dem Inhalt: 2. Das Konzept der kommunikativen Vernunft; 3. Eine Gesellschaftstheorie zwischen Aufklärung und Optimismus; 4. Kolonialisierung und Habitus; 5. Die Diskurstheorie des Rechts.
Michael Hein (HN)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Arbeitsstelle für graphische Literatur, Universität Hamburg, freier Lektor, Übersetzer, Publizist.
Rubrizierung: 2.312 | 2.62
Empfohlene Zitierweise: Michael Hein, Rezension zu: Jochen Kast / Bernd Siegler / Peter Zinke: Das Tagebuch der Partisanin Justyna. Berlin: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/9857-das-tagebuch-der-partisanin-justyna_11627, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 11627
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Dr., wiss. Mitarbeiter, Arbeitsstelle für graphische Literatur, Universität Hamburg, freier Lektor, Übersetzer, Publizist.
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